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WICHTIG
Diese Dinge sollten Sie unbedingt unterlassen
| • | Installieren Sie niemals Software (also auch nicht ArchiCrypt Rescue-Master) auf dem Laufwerk, auf dem sich die zu rettenden Daten befinden. |
| • | Speichern Sie auf dem betroffenen Laufwerk keine Daten. |
| • | Falls sich die zu rettenden Daten auf dem Systemlaufwerk (hier befindet sich das Betriebssystem; meist Laufwerk C:) befinden, sollten Sie auch keine Software auf einem anderen Laufwerk installieren, da immer auch Daten auf dem Systemlaufwerk gespeichert werden. Dabei könnten die gelöschten oder verlorenen Daten endgültig zerstört werden. |
| • | Falls sich die zu rettenden Daten auf dem Systemlaufwerk befinden, sollten Sie auch die U3-Version nicht nutzen, da die U3 Umgebung das Systemlaufwerk auch als Zwischenspeicher für temporäre Daten nutzt und dabei Ihre gelöschten oder verlorenen Daten unwiderruflich zerstören könnte. Eine Möglichkeit, hier zum Ziel zu kommen finden Sie unter Tipps für Experten. |
| • | Nach Möglichkeit sollten Sie das System nicht neu starten! |
Diese Vorkehrungen sollten Sie treffen
| • | Installieren Sie ArchiCrypt Rescue-Master bereits bevor der Datenverlust eintritt. Sie haben dann im Fall der Fälle sofort Zugriff auf die Rettungsfunktionen ohne die Gefahr bei einer "Nachinstallation" die zu rettenden Daten endgültig zu zerstören. |
| • | Wenn möglich, speichern Sie Ihre Arbeitsdaten (die Daten deren Wiederbeschaffung/Neuerstellung erheblichen zeitlichen oder finanziellen Aufwand bedeutet) grundsätzlich NICHT auf dem Systemlaufwerk. Legen Sie statt dessen eine eigene Partition an, die Sie dann als Laufwerk für Ihre Arbeitsdaten nutzen. Die Rettungsaussichten bei Datenverlust sind so ungleich höher. |
In diesen Fällen hilft ArchiCrypt Rescue-Master nicht
| • | Wenn die Daten mit einem Datenschredder (z.B. ArchiCrypt Shredder) überschrieben wurden, sind die Daten nicht wieder herzustellen. |
| • | Wenn das Medium auf dem sich die zu rettenden Daten befinden physikalisch beschädigt ist und/oder nicht mehr angesprochen werden kann, ist mit softwaretechnischen Mitteln keine Rettung mehr möglich. In diesem Fall hilft nur ein Labor mit spezieller technischer Einrichtung. Wir vermitteln Ihnen gerne einen entsprechenden Kontakt. |
| • | Wenn eine Anwendung oder das System bereits Daten über die gelöschten/verlorenen Dateien geschrieben hat (Daten wurden überschrieben). |
Zusammenfassend haben Sie mit folgendem Vorgehen die größten Chancen, Ihre Daten zu retten:
. ArchiCrypt Rescue-Master bereits vor Eintritt eines Datenverlustes installieren
. Keine Daten auf dem Laufwerk speichern, auf dem sich die zu rettenden Daten befinden
. Sofort handeln und die Rettung starten, dabei möglichst zunächst ein Abbild des betroffenen Mediums anfertigen
EINSCHRÄNKUNGEN DEMOVERSION
In der Demoversion können Sie sich rettbare Dateien in der Vorschau anzeigen lassen und Dateien bis zu einer Größe von 50 KByte retten.
Starten Sie sofort nach Eintritt eines Datenverlustes ArchiCrypt Rescue-Master. Sofern Sie die Möglichkeit haben (Datenträger mit genügend Kapazität), sollten Sie in einem ersten Schritt ein Abbild des Mediums erstellen, auf dem sich die zu rettenden Daten befinden. Dies hat den Vorteil, dass Sie das betreffende Medium quasi einfrieren. Ein Überschreiben der gelöschten/verlorenen Daten ist auf dem Abbild nicht möglich. Sie erhöhen die Rettungschancen so enorm. Ein weiterer wichtig Vorteil ergibt sich, wenn der Datenverlust auf einem Datenträger erfolgt ist, der eine relativ langsame Lesegeschwindigkeit aufweist (z.B. USB-Sticks, USB-Laufwerke, Speicherkarten etc.). Insbesondere dann, wenn Sie mehrere Methoden zur Datenrettung anwenden möchten, sollten Sie ein Abbild auf einem schnellen Lokalen Laufwerk erzeugen. Die Analyse kann hier deutlich schneller erfolgen. Darüber hinaus können Sie nach dem Erstellen des Abbildes den Datenträger sofort weiter nutzen.
Abbild erstellen
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| Abbild erstellen |
Wählen Sie das Quellmedium aus (Laufwerk auf dem sich die zu rettenden Daten befinden). Klicken Sie auf "Abbild erstellen" und legen Sie jetzt den Speicherort für die Abbilddatei fest. Auf dem Datenträger muss ausreichend Speicherplatz vorhanden sein (freier Speicher = Kapazität des Mediums). Warten Sie jetzt, bis das Abbild erstellt wurde.
Um zum Beispiel eine 40GByte Festplatte auf einem USB-Laufwerk zu sichern benötigt Rescue Master ca. 35 Minuten.
ACHTUNG: Sie können und dürfen das Abbild eines Mediums selbstverständlich nicht auf dem Medium selbst speichern!
Daten retten
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| Daten retten |
ArchiCrypt Rescue-Master listet alle Laufwerke mit zusätzlichen Informationen auf, die zum Zeitpunkt des Programmstarts auf Ihrem System verfügbar waren. Falls Sie nachträglich ein USB-Laufwerk, eine Speicherkarte, Digitalkamera etc. angeschlossen haben und diese nicht aufgeführt wird, betätigen Sie die Schaltfläche Aktualisieren am unteren Bildschirmrand.
Wenn Sie Daten von einer bestimmten Partition eines Laufwerks retten möchten, klicken Sie bitte auf die Schaltfläche "zum Partitionsmodus wechseln ..."

Partitionsmodus
Im Partitionsmodus werden alle Laufwerke und Partitionen aufgelistet, von denen ArchiCrypt Rescue Master versuchen kann, Daten zu retten.
Markieren Sie mit der linken Maustaste das zu untersuchende Laufwerk oder den Punkt Abbild wählen ... aus. Falls Sie sich im Partitionsmodus befinden, markieren Sie die gewünschte Partition. Wählen Sie je nach Bedarf eine der Scan Methoden aus.
siehe Methoden Schnell-Scan, Struktur Scan und Disk Desaster Scan
Starten Sie jetzt die Analyse durch Klick auf die Start Schaltfläche. Falls Sie ein Abbild untersuchen, können Sie jetzt eine Abbilddatei auswählen. Die Analyse wird gestartet und das Ergebnis angezeigt.
Das Ergebnis der Untersuchung
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| Ergebnis der Analyse - Datenrettung von einer Partition |
Falls ArchiCrypt Rescue-Master Dateien findet, die möglicherweise wieder hergestellt werden können, listet er diese in einer Verzeichnishierarchie auf. Links sehen Sie, ähnlich wie im Windows Explorer, diese Verzeichnisstruktur. Die Verzeichnisse tragen den Namen der Verzeichnisse, in denen die Dateien ursprünglich abgelegt waren, sofern Rescue-Master diese Namen noch ermitteln kann. Ist eine Rekonstruktion des Verzeichnisnamens nicht mehr möglich, vergibt Rescue-Master automatisch einen Verzeichnisnamen. Durch Auswahl eines Verzeichnisses werden die darin gefundenen Dateien angezeigt.
Im Beispiel sehen Sie das Ergebnis einer Analyse (Struktur Scan) einer Partition, die "versehentlich" neu formatiert wurde (Dateisystem FAT32). Das ursprüngliche Dateisystem war NTFS. Trotz des Formatierens konnten alle Dateien der Partition gerettet werden!
In verschiedenen Spalten finden Sie zusätzliche Informationen:
Name
Name der gefundenen Datei (hier kann es vorkommen, dass einzelne Zeichen nicht mehr mit dem ursprünglichen Namen übereinstimmen)
Typ
Dateiendung der Datei
Größe
Größe der Datei auf dem Datenträger in Byte
Zustand
Der Zustand ist umso besser, je mehr Bereiche der gelöschten/verlorenen Datei aktuell nicht durch andere Daten belegt sind. Kann der Zustand nicht ermittelt werden, wird hier der Zustand unbestimmbar aufgelistet. ArchiCrypt Rescue-Master schätzt die Chancen für eine Wiederherstellung anhand bestimmter Parameter ab. Das Ergebnis dieser Ermittlung ist als grober Anhalt zu verstehen und keinesfalls als Garantie (im Falle von Zustand SEHR GUT) für eine einwandfreie Rekonstruktion.
Erstellt am
Datum an dem die Datei erstellt wurde
Geändert am
Datum an dem die Datei zuletzt geändert wurde
Methode
Methode, mit der ArchiCrypt Rescue Master die Daten gefunden hat. Mögliche Werte sind NTFS Scanner, FAT Scanner oder ein entsprechendes Plug-in
Status
Hier kann gelöscht (Datei wurde explizit mit einem Löschbefehl gelöscht) bzw. ungelöscht (Datei wurde nicht explizit gelöscht sondern trägt das Attribut aktiv) als Wert auftreten.
Begriffe
Verlorene Dateien
Dateien, auf die kein Verweis mehr in den Strukturen des Mediums vorhanden sind, werden unter dem Verzeichnis Verlorene Dateien aufgelistet.
siehe auch Tipps
Gelöschte Dateien
Dateien, die Sie oder ein Programm gelöscht haben. Alle für das Betriebssystem nutzbaren Verweise auf die Daten wurden entfernt. Im Gegensatz zu den verlorenen Dateien, kann Rescue-Master noch vorhandene Informationen nutzen und Daten mit sehr guten Ergebnissen wieder herstellen. Hier sind oft der ursprüngliche Speicherort und Dateinamen (bzw. Teile davon) rekonstruierbar.
Struktur- und Disk-Desaster Scan können auch Dateien retten, die nicht explizit mit einem Löschbefehl gelöscht wurden, sondern zum Beispiel durch Neuformatierung, oder zerstörte Strukturen des Datenträgers verloren gegangen sind.
Wichtiger Hinweis: Status SEHR GUT bedeutet nicht zwingend, dass Sie das Ergebnis erhalten, welches Sie erwarten. Haben Sie eine Datei zum Beispiel mit einem Datenshredder (ArchiCrypt Shredder) gelöscht, wird zwar ein Status von SEHR GUT angezeigt. Die gerettete Datei enthält jedoch nicht die ursprünglichen Daten, sondern Datenmüll, den der Shredder beim sicheren Löschen in die Datei geschrieben hat. Auch dann, wenn zwischenzeitlich neue Dateien erstellt und wieder gelöscht wurden, sind die ursprünglichen Daten ggf. nicht mehr herstellbar, obwohl als Zustand SEHR GUT angezeigt wird. Der beste Garant für gute Rettungserfolge ist schnelles Handeln nach dem Datenverlust.
Sie können sich das Ergebnis auch in einer Vorschau ansehen
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| Vorschau |
Dazu doppelklicken Sie einfach mit der linken Maustaste auf die Datei. Mit den Schaltflächen Vorherige und Nächste können Sie die Vorschau auf die jeweiligen Datei setzen. Die Schaltfläche Speichern lässt Sie einen Speicherort für die gerettete Datei festlegen und legt dann den Inhalt der Datei dort ab.
Im Menü Ansehen (Hauptmenü am oberen Rand des Vorschaufensters) können Sie zwischen verschiedenen Formaten umschalten.
Folgende Formate stehen zur Auswahl:
| • | Als Hexwert |
| • | Als Binärwert |
| • | Als Text |
| • | Als Unicode Text |
| • | Als Bitmap/Grafik (BMP/GIF/JPEG/PNG/PSD) |
| • | Als WEB Seite |

WICHTIG: Es gibt unzählige Dateiformate, von denen ArchiCrypt Rescue-Master nur eine geringe Auswahl so anzeigen kann, wie Sie es von der Anwendung gewohnt sind, mit der Sie normalerweise auf die Datei zugreifen. Der Umstand, dass ArchiCrypt Rescue-Master die Datei nicht in gewohnter Weise darstellen kann, bedeutet nicht, dass die Datei nicht korrekt gerettet werden kann. Zeigt die Vorschau zum Beispiel eine Grafikdatei korrekt an, kann die Datei auch zu 100% wieder hergestellt werden, wird sie nicht korrekt angezeigt, bedeutet dies nicht zwingend, dass die Datei nicht gerettet werden kann.
So speichern Sie die gefundenen Daten
Im Zusammenhang mit der Datenrettung spielen die Einstellungen bzw. ein gesetzter Filter entscheidende Rollen. Ändern Sie die Voreinstellungen nur, wenn Sie sich Ihrer Sache sicher sind.
Sie haben mehrere Möglichkeiten, gefundene Dateien wieder herzustellen. Bekannt ist Ihnen inzwischen die Möglichkeit, die entsprechende Datei aus der Vorschau heraus zu speichern.
Um gleichzeitig mehrere Dateien wieder herzustellen, gehen Sie wie folgt vor:

Setzen Sie ein Häkchen bei den Dateien, die Sie retten möchten. Sie können mit Hilfe der Schaltflächen Alle und Keine rasch alle Einträge eines Verzeichnisses an- bzw. abwählen.
Daneben gibt es eine bequeme und schnelle Möglichkeit, den Inhalt ganzer Verzeichnisse zu retten.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Verzeichnis und treffen Sie im Kontextmenü Ihre Wahl. Alternativ können Sie ein markiertes Verzeichnis retten, indem Sie auf die Schaltfläche Rette Verzeichnis klicken.
Wurden sehr viele Dateien gefunden, können Sie die Anzeige auch filtern.
Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Filtern.

In den Filter-Einstellungen können Sie entweder Alle Dateien oder Dateien, welche die Filterbedingungen erfüllen anzeigen lassen. Durch Klick auf Experte werden Ihnen neben dem Filter mittels Suchmaske weitere Möglichkeiten geboten. Um einen Filter wieder aufzuheben, rufen Sie den Filterdialog erneut auf und klicken Sie bei Zeige auf Alle Dateien.
ACHTUNG: Wenn Sie jetzt Dateien retten, werden auch nur die Dateien gerettet, die die Filterbedingungen erfüllen.
Neben diesen Werten im Filter wirkt sich der in den Einstellungen festgelegte Wert bei Scan-Vorgang (Nur Dateien anzeigen, deren Wiederherstellungschance größer ist als. Um wirklich alle potentiell rettbaren Dateien zu sehen, sollten Sie diesen Wert bei 0 belassen. Ansonsten werden Ihnen Dateien, bei denen der Zustand nicht ermittelt werden kann (Zustand unbestimmbar), nicht angezeigt!
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