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Schnell-Scan hilft nicht. Die Strukturen des Mediums scheinen komplett zerstört.
Tiefen-Scan als letzte Rettung
Daten auf dem Systemlaufwerk müssen gerettet werden
Der Größte anzunehmende Unfall (GAU)
Diese Hardware hilft bei Datenverlust
Rettung verschlüsselter Daten unter NTFS mit EFS (Encrypted File System)
Der Tiefen-Scan als letzte Rettung
Meist kommen Sie mit der Methode Schnell-Scan zum Ziel und können die verloren geglaubten Daten retten. In den seltenen Fällen, in denen der Schnell-Scan versagt, steht Ihnen die Tiefen-Scan Methode zur Verfügung. Sie ist sehr leistungsfähig, hat jedoch einige Besonderheiten, die Sie unbedingt beachten müssen!
Wie Sie inzwischen sicher wissen, kann ArchiCrypt Rescue-Master auch dann Dateien bestimmter Typen wieder herstellen, wenn jede Information über diese Datei aus den Strukturen des jeweiligen Speichermediums gelöscht wurde. Diese spezielle Analysemethode greift nicht mehr auf teilgelöschte und für das Betriebssystem nicht mehr nutzbare Informationen zurück, sondern analysiert direkt die Daten auf dem Medium.
Um dies zu bewerkstelligen, setzt ArchiCrypt Rescue-Master - der Datenretter - ein s.g. Plugin System ein. Dieses System analysiert die Rohdaten auf dem Medium und versucht anhand bestimmter Muster und Eigenheiten verschiedener Dateitypen zu erkennen, um welche Daten es sich handelt. Dieses Verfahren wird als Tiefen-Scan bezeichnet.
Besonderheiten beim Tiefen-Scan
Während der Schnell-Scan Dateien unabhängig von Ihrem Inhalt und dem Dateityp erkennt, beschränkt sich die Tiefen-Scan Methode auf wichtige Dateitypen. Kennt ArchiCrypt Rescue-Master einen bestimmten Dateityp nicht, kann er mit Hilfe der Tiefen-Scan Methode auch nicht gerettet werden.
ArchiCrypt Rescue-Master unterstützt folgende Dateitypen beim Tiefen-Scan:
Rubrik Standard
MS-Word Dokumente (DOC), MS-Excel Datenblätter (XLS), MS-Powerpoint Dateien (PPT), MS-Outlook Nachrichtendateien (MSG), Windows Anwendungen (EXE), HTML Hilfedateien (CHM), Hilfedateien (HLP), MS-Outlook Express Datenbankdatei (DBX), Flash Datei (FLA), MS Outlook Maildatenbank-Datei (PST), Adobe PDF Datei (PDF), Compound Storage Dateien (Verschiedene), MS Windows/Outlook Adressbuch Datei (WAB), MS Access Datenbankdatei (MDB), HTML Dateien (HTM/HTML), Textdateien (TXT).
Rubrik Archive
ZIP-Archive (ZIP), RAR Archive (RAR), MS-Cabinet Dateien (CAB), GZIP Archivdateien (GZ), TAR Archivdateien (TAR)
Rubrik Bilder
Bitmap Grafik (BMP), GIF Grafik (GIF), JPEG Grafik (JPG), Portable Networks Graphics Datei (PNG), Adobe Photoshop Datei (PSD), Tagged Image File Format Datei (TIFF), AutoCad Drawing Datei (DWG), AutoCad DX Datei (DXF)
Rubrik Multimedia
Wave Multimedia Datei (WAV), Audio Video Interleave Datei (AVI), MPEG-1 Audio Layer 3 Datei (MP3), OGG Vorbis Audio Datei (OGG), Quick Time Movie Datei (MOV), MPEG Audio (MPG)
Die Erkennungsmerkmale bestimmter Dateitypen sind nicht immer eindeutig. Es kann daher erforderlich sein, dass Sie die folgenden Hinweise berücksichtigen.
Analyse einschränken
Muster sind leider nicht immer eindeutig und es kann bei automatischer Analyse zu für Sie zunächst unbefriedigenden Ergebnissen kommen. Zunächst sollten Sie also überlegen, welche Datentypen Sie tatsächlich retten möchten und dann nur genau diese Typen in den Einstellungen-Plugins für Tiefen-Scan aktivieren.
Bei sehr wichtigen Dateien, bei denen sich erhöhter Aufwand lohnt, sollten Sie zusätzlich auf 2 Dinge achten:
1. Deaktivieren Sie ggf. die Option " Falls Datei gefunden wurde, an deren Ende weiter suchen." Die Analyse nimmt so mehr Zeit in Anspruch, ist jedoch gründlicher.
2. Tragen Sie einen Wert in "Dateigröße, falls diese nicht zu ermitteln" ein, der genau stimmt oder etwas über dem ursprünglichen Wert einer zu rettenden Datei liegt. Bei vielen Dateitypen spielt es keine Rolle, wenn hinter den eigentlichen Nutzdaten zusätzliche Daten stehen. Fehlen hingegen Daten, wird Ihre Anwendung die mutmaßlich geretteten Daten nicht interpretieren können und eine Fehlermeldung anzeigen!
Der "Größte anzunehmende Unfall" (GAU)
Was tun, wenn sich die zu rettenden Daten doch auf dem Systemlaufwerk befinden und ArchiCrypt Rescue-Master nicht auf dem PC Installiert ist.
WARNUNG: Das Befolgen der nachfolgenden Anweisungen kann Ihr System beschädigen/unbrauchbar machen und weiteren Datenverlust mit sich bringen. Das Vorgehen gemäß nachfolgender Beschreibung geschieht auf eigene Gefahr!
Sie benötigen
Einen zweiten Rechner, an den Sie die Festplatte anschließen können. Ein externes USB-Gehäuse, in welches Sie die betroffene Festplatte einbauen können.
So könnte es gehen
Sobald Sie den Verlust von Daten bemerken, handeln Sie umgehend! Speichern Sie keinerlei Daten mehr an Ihrem Rechner. Falls Sie noch wichtige Arbeitsdaten geöffnet haben und Änderungen noch nicht gespeichert haben, können Sie diese notfalls (nicht empfohlen), auf einem anderen Laufwerk speichern. Sie sollten (siehe Warnung) den Netzstecker ziehen, so dass das Herunterfahren des Rechners umgangen wird. Denn, beim Herunterfahren würden ansonsten Daten (durch Anwendungen und das Betriebssystem) auf das Systemlaufwerk geschrieben, die die zu rettenden Daten unwiederbringlich vernichten könnten. Booten Sie keinesfalls den Rechner neu. Bauen Sie das Laufwerk jetzt aus dem Rechner aus und in ein externes USB-Gehäuse ein. Schließen Sie dieses USB-Gehäuse an einen anderen Windows Rechner an, auf dem sich ArchiCrypt Rescue-Master befindet. Hier darf selbstverständlich die U3 Version zum Einsatz kommen! Wählen Sie dieses externe Laufwerk dann bei der Analyse aus. Mit etwas Glück können Sie die verloren geglaubten Daten retten. Nach der Rettung bauen Sie die Festplatte wieder in den ursprünglichen Rechner ein.
Es gibt für ca. 30 EURO Adapter, mit denen Sie nahezu beliebige Festplatten im Format 3.5 '' (wie in Desktop PCs verbaut) und 2.5'' (wie in Notebooks eingesetzt) vom Typ IDE/ATA/SATA als USB 2.0 Laufwerk an einen Rechner anschließen können. Sie können so zum Beispiel die Festplatte, die in Ihrem Laptop steckte und auf der sich die zu rettenden Dateien befinden an einen beliebigen Rechner anschließen und mit ArchiCrypt Rescue-Master versuchen, die Daten zu retten. Ein Hersteller ist zum Beispiel Fibrionic ™
NTFS + EFS (Encrypted File System)
Retten Sie Daten immer von dem Account aus, unter dem die Daten verschlüsselt wurden. Dem Nutzer ist ein ganz bestimmter Schlüssel für die Verschlüsselungsoperationen zugeordnet, der nur verfügbar ist, wenn dieser eingeloggt ist. Da ArchiCrypt Rescue-Master für den Zugriff auf bestimmte Speichermedien sehr ausgedehnte Rechte (Administratorrechte) benötigt, sollten Sie dem Nutzer vor einer Rettungsaktion zumindest zeitlich befristet diese Rechte geben!
Page url: ArchiCryptRescueMaster/RescueMasterD.htm?tippsfuerexperten.htm