Advanced Encryption Standard AES

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Advanced Encryption Standard AES

Das NIST (National Institute of Standards and Technology) rief 1997 weltweit dazu auf, ein neues symmetrisches Verschlüsselungsverfahren zu entwickeln.

 

Am 02.10.2000 erklärte der amerikanische Staatssekretär Norman Mineta den Algorithmus der beiden belgischen Kryptographen Joan Daemen von der Firma Proton-Welt International und Vincent Rijmen Mitglied von der Katholischen Universität Leuven zum neuen Standard der Nation.

 

Der Rijndael Algorithmus ist damit der Gewinner eines dreijährigen Wettbewerbes, an denen sich einige der führenden Kryptographen der Welt beteiligten.

 

Der Wettbewerb selbst wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Auf der 2. AES-Konferenz am 22./23. März 1999 in Rom wurden die zur Diskussion stehenden Algorithmen sowie die dazu durchgeführten Analysen vorgestellt und diskutiert. Die Konferenz hatte ca. 180 Teilnehmer aus 23 Ländern und es wurden 21 White-Papers vorgestellt. In der ersten Runde gab es hierzu 15 Vorschläge, aus welchen in mehreren Schritten der endgültige AES Algorithmus ausgewählt werden sollte. Informationen hierzu finden Sie unter weblink http://www.nist.gov/aes.

In der zweiten Runde gab es noch die Kandidaten: MARS, RC6, Rijndael, Serpent und Twofish.

 

 

Der Gewinner sollte folgenden Anforderungen genüge leisten:

 

Aufruf des NIST vom 12.09.1997

 

Symmetrische Blockchiffre

 

Unterstützt mindestens die Schlüssellängen 128, 192 und 256 bits und eine Blocklänge von 128 bits

Besser als derzeitige Verfahren: Sicherer und effizienter (hinsichtlich Laufzeit, Platzbedarf auf Chip) als Triple-DES

Einsetzbar in verschiedenen Anwendungsumgebungen

Verwendbar für Stream Cipher, Message Authentication Code (MAC) Generator, Pseudozufallszahlen-Generator, Hashfunktion etc.

Implementierbar in Hard- und Software

Weltweit lizenzfrei verfügbar

Sicherheit soll für 20-30 Jahre gewährleistet sein

Der Algorithmus soll öffentlich definiert und evaluiert sein.

 

War es bisher ein Privileg von Regierungen und Militärs, sensible Daten mit kryptographischen Mitteln zu schützen, verwendet heute fast jeder solche Mittel, ohne es zu merken. Beim Surfen im Internet, bei der Nutzung von Pay-TV, beim Gebrauch der EC-Karte, beim Telefonieren usw.